Dieser Film inspiriert ebenso wie die Gärten selbst: Eine andere Welt ist pflanzbar!

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analinde_cover_klein_1Berlin-Premiere: Der Film über Urbane Gemeinschaftsgärten von Ella von der Haide wird am 26. und 28.7.2016 gezeigt und zur Diskussion wird am 3.8.2016 in der Hauptstadt eingeladen, jeweils im beisein der Filmemacherin. Es ist bereits der fünfte Teil von „Eine andere Welt ist pflanzbar!“. Zu sehen am 26.7.2016 im himmelbeet (Ruheplatzstr. 12, Wedding, Nähe U-Leopoldplatz) und am 28.7. 20:30-22:00 in der Laube der Prinzessinnengärten zu erleben, Filmbeginn ist jeweils 21 Uhr.

Zur offenen Diskussion zum Thema „Urbane Gartenbewegung – immer diese Widersprüche“ laden am 3.8.2016 um 19:00 im Prinzessinnengarten am Moritzplatz ein: Ella von der Haide, Severin Halder (Allmende-Kontor), Alexander Follmann (Neuland Köln) und Marco Clausen (Prinzessinnengärten).

Bei einer Tagung in Witzenhausen konnte ich Ella persönlich erleben und bekam eine Ahnung von ihrem Wissen über Gemeinschaftsgärten und ihr enthusiastisches Engagement dafür. Wer bei dieser kurzen Terminankündigung vor Ort nicht dabei ist, kann die Gelegenheit nutzen, den Film in sozialen Projekten und Gemeinschaftsgärten kostenlos zu zeigen.

Der Film – worum es geht
„Eine andere Welt ist pflanzbar! Teil 5 – Gemeinschaftsgärten in Deutschland“.  Über 500 Gemeinschaftsgärten sind in den letzten Jahren in Deutschland entstanden, Tendenz steigend. Die einzelnen Gartenprojekte sind so unterschiedlich wie ihre Gärtner*innen und die Städte, in denen sie sich befinden. Der neuen Film von Ella von der Haide ist eine Reise zu sieben Gemeinschaftsgärten: Annalinde (Leipzig), Keimzelle und Hof vorm Deich (Hamburg), Interkultureller Frauengarten (Oberhausen), Experimentier- und Wabengarten des Ökologischen Bildungszentrums (München), Interkultureller Garten (Aalen). Die Betrachter*innen lernen die Projekte in ihrer städtischen Umgebung kennen und begleiten sie über ein Jahr hinweg durch die vier Jahreszeiten: vom Säen über das Ernten bis zur Winterarbeit. Der größte Gemeinschaftsgarten umfasst zwei Hektar und der kleinste gerade einmal 150 Quadratmeter.

In den Gärten treffen sich Menschen aus verschiedenen Generationen und aus den unterschiedlichsten Milieus – vom Kindergartenkind bis zur Rentnerin, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Sie gärtnern, um sich selbst zu versorgen und um Wissen weiterzugeben. Für einige ist es eine Form des politischen Protests oder ein Beitrag zur Stadtgestaltung, für andere ist es die Therapie, die sie am Leben hält, wieder andere verdienen hier ihren Lebensunterhalt. Geflüchtete erzählen selber, warum Interkulturelle Gärten für sie auf so vielfältige Weise wichtige Orte des Ankommens in ihrem neuen Leben sind.

In den Gemeinschaftsgärten werden viele Themen konkret umgesetzt: der Erhalt traditioneller Nutzpflanzen und die Weitergabe alter Handwerkstechniken, Ernährungssouveränität, partizipative Stadtgestaltung, therapeutische Heilung durch das Gärtnern, Gestaltung von Allmenden oder Commons, Recht auf Stadt, Inklusion von Migrant*innen, Unterstützung von geflüchteten Menschen, Erproben neuer alternativer und kollektiver Ökonomien und noch vieles mehr.Die Gemeinschaftsgärten sind Ausdruck gesellschaftlicher Transformation und Orte der Visionen, in denen eine sozial gerechte, basisdemokratische, inklusive und ökologische Gesellschaft experimentell erprobt wird.

2016, 55 Min. / Regie: Ella von der Haide / Kamera: Sanne Kurz / Produziert: anstiftung gGmbH und Eine andere Welt ist pflanzbar!

www.eine-andere-welt-ist-pflanzbar.de

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