Traumschule – Wege zu einer nachhaltigeren Bildung

5. Juli 2011 · Keine Kommentare

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Der Titel des Workshops, den ich auf dem GreenCamp der Karmakonsum-Konferenz am 10. Juni 2011 hielt, weckte verschiedenste Assoziationen und so war das Workshop-Publikum bunt aufgestellt. Nach einer kurzen Meditation zum Ankommen mit dem fröhlichen ALI-Prinzip (atmen, lächeln, innehalten), wählten die Teilnehmer den für sie interessantesten Punkt aus (> zum Workshop-Konzept). Die „Tools“, also die Werkzeuge, als Einstieg in das Thema verbindende Kommunikation, wurden in allen drei Workshop-Sessions als Top-Favoriten gewählt.

Eine Session entwickelte sich spontan zur Einzelfallbesprechung nach den Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation. In der nächsten großen Runde fanden das Portrait über das „Natürliche Spiel“ und Fred Donaldson plus Anwendungsbeispiele (nonverbale Konfliktlösungsbeispiele) größtes Interesse. > mehr über Fred Donaldson
Die verschiedenen Gespräche, Fragen und Diskussionen können hier nicht wiedergegeben werden. Thesen, Erfahrungen und Wünsche, die wir an alle Mitgestalter im Bildungsbereich richten, sind in den folgenden Bausteinen zusammengefasst.

Bausteine, die für die auf dem Weg zu einer Traumschule elementar sind und in den Workshopgesprächen entsprechend große Resonanz erhielten:

  • Raum zum experimentieren, selbstbestimmt bewegen (Beispiel: Selbstgestaltete Klassenzimmer an einer Kreuzberger Grundschule, die inzwischen die gesamte Schule revolutioniert und gewandelt hat)
  • Eigenverantwortliches Lernen in natürlichen Gestaltungsräumen oder Entwicklungsräumen (Beispiel: Selbstverwaltete Heilpraktikerschule in Berlin-Kreuzberg)
  • Kultur der Eigenverantwortung stärken „Frei sein heißt, in Handlungen sich ausleben die man liebt!“ (Rudolf Steiner)
  • alternative Lernmodelle an allen konventionellen Schulen implementieren
  • Lernen in und mit der Natur, Lernen mit allen Sinnen (Beispiel: Naturschule Stadtgut Blankenfelde und Natur- und Wildnisschule Waldkauz)
  • Ein starkes Leitungsteam: Eine erfolgreiche, strukturierte und resultatorientierte Zusammenarbeit bedingt ein besonders gutes Kennen. Achtsamkeit, Toleranz und Konsensfindung werden regelmäßig in Supervisionsarbeit und Workshops trainert. Basis bildet die permanente Weiterbildung über Kommunikationsmethoden und Gemeinschaftsbildung sowie die Achtsamkeit sich selbst gegenüber, denn nur wer 100% Fülle in sich hat, kann geben.
  • Mentoren-Netzwerk starten, hier und jetzt (Ich beginne und stehe den Workshopteilnehmern für Fragen und zum Austausch nach der Konferenz zur Verfügung)

Feedback-Runde: Jeder Teilnehmer wird nach seinem Gefühl der letzten 90 min. befragt > gute Gruppendynamik // aufgewühlt // waches Gefühl, inspiriert // ein Samen wurde bei mir gegossen // praxisnah und durch Übungen praktisch erfahrbar // Freude über praktische Anwendungen // Neugierde auf mehr, die Werkzeuge noch intensiver kennenlernen

Für diese Form des Workshops auf der Karmakonsumkonferenz – in kleinen Gruppen, dreigeteilt in Sessions à 75 minuten, Laptop- und Beamerfrei – war der 10. Juni der Pilottag und in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. 25 Workshops fanden parallel in zwei großen Vortragssälen über den Tag verteilt statt. Abschließend fassten die Workshopleiter kurz ihre Tageserfahrungen zusammen und wir zelebrierten einen großen Abschlußkreis, der den Ludwig-Erhard-Saal sprengte und sich bis in die Flure verteilte, mit einer Meditation. Frohen Herzens und angereichert durch zwei sehr inspirierende Tage verließen wir die IHK Frankfurt – bis zum nächsten Jahr.

Zitat-Fundstücke während meiner Recherchen: Was ist mein eigener Impuls? // Was bleibt übrig, wenn ich nicht mehr muss? // Freiraum fängt da an, wo ich bei mir bin.

Links von Workshopteilnehmern:
www.berufswege.de > Film, Zeitung, Tagung, Tour: „Berufswege“ ist ein 96-minütiger Dokumentarfilm von Caroline Schwarz und Joshua Conens. Ein Filmporträt von drei unterschiedlichen Menschen, die ungewöhnliche Berufe, beziehungsweise Berufswege haben. Im Mittelpunkt steht für sie, etwas zu tun, was ihnen wirklich wichtig ist – dafür haben sie neue und ungewöhnliche Wege gefunden. Was sie verbindet, ist die Suche nach Selbstbestimmung.

Aktive Schule Frankfurt: „Ziel ist es, die natürliche Neugierde und Experimentierfreudigkeit aufmerksam und achtsam zu begleiten und den Kindern den Raum zulassen, den sie brauchen, um die Welt zu entdecken.“ > www.aktive-schule-frankfurt.de

Aeronauten-Werkstatt, ein Projekt des Umwelt-Exploratorims e.V. in Kooperation mit der Stadt Frankfurt, bietet Workshops rund um das Thema fliegen an > www.aeronauten.org

IDEM Identity through Initiative e.V., Plattform für Jugendinitiativen > www.idem-network.org

Literaturlinks:
Erziehungskunst – Anthroposophisches Magazin, www.erziehungskunst.de

Bilder Karmakonsumkonferenz 2011
> www.flickr.com/photos/goldboerse/sets

Text: Katharina Wyss, Foto: Abschlussrunde des GreenCamp 2011

Tags: Allgemeines · Soziales & Gesundheit

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